Siebzehn

Der 27.12. ist ein besonderer Tag in meinem Leben.

Heute vor 18 Jahren (ja, 18, einen Moment Geduld, bitte) hatte jemand einen Autounfall auf vereister Straße. Er schlidderte, im Wortsinn, haarscharf an einer Querschnittslähmung oder dem Tod vorbei. Allein dafür gehört dieser Tag gebührlich gefeiert. In der Folge musste er mehrere Wochen zu Hause verbringen, statt zu arbeiten, unter nicht ganz einfachen Umständen, und in diesen Wochen chatteten er und ich. Lang, ausführlich, tiefgehend. Wir hatten uns bei einem E-Mail-Rollenspiel kennengelernt, und im Lauf des kommenden Jahres sollten wir uns treffen – er in eine andere verliebt, ich mit einem anderen verheiratet.

Was dazwischen geschah, ist eine andere Geschichte, und soll ein anderes Mal erzählt werden.

Am 27.12.2001 packte ich meine Sachen, verließ meinen damaligen Ehemann, lud einen kleinen Kombi voll mit privatem Zeug, und brach auf in ein neues Leben. Die vorherrschende Stimmung war Freude. Mein Herz sang, und brach gleichzeitig, weil ich auch für den vorangegangen Partner noch Liebe empfand (und monatelang weinte). Ich hatte panische Angst, und wusste gleichzeitig, dass es keinen anderen Weg gab als zu ihm.

Siebzehn Jahre sind wir nun ein Paar, und es waren die wundervollsten siebzehn Jahre meines Lebens.

Danke.

Mögen es noch viele mehr werden.

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