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Filmnachlese 2019-04

Antarctica – A Year On Ice

Der Film aus dem Jahr 2013 zeigt das Leben auf/in einer Forschungsstation in der Antarktis über ein Jahr. Teilweise bildgewaltig, teilweise spannend, teilweise eher langweilig.
Was für Fans oder um es im Hintergrund mitlaufen zu lassen. Intensiver zum Thema: die Bourdain-Folge in der Antarktis und Blue Planet II.

Star Trek: Discovery – Season 2

Zu den Highlights von Staffel 2 von Discovery gehörten 4 Kurzfilme, die nicht einmal „offiziell“ Teil der Season waren, die Short Treks, die 4 verschiedene Geschichten aus dem StarTrek Universum erzählen.

Eine erzählt eine Geschichte einer blinden Passagierin an Bord der Discovery, die auf Tilly trifft – und die erfreulicherweise am Ende der Staffel auch in der Serie auftaucht; eine berichtet von einer Zeit lang nach Discovery; in einer Episode lernen wir die Vorgeschichte von Cmdr. Saru kennen (sehr tiefgehend und auch für die aktuelle Staffel durchaus relevant), und schließlich gibt es noch eine ganz wunderbare Folge um Harry Mudd mit Rainn Wilson.

Die zweite Season von Discovery war, sagen wir, durchwachsen. Es gab ganz großartige Folgen, und hochgradig konfuse und unnötige Episoden. Ich verneige mich vor den Machern von Discovery dafür, dass sie die Canon-Handlung aus TOS um Captain Pike elegant eingebunden und kein Timeline-Chaos verursacht haben; und so schwer ich mich zu Beginn mit Anson Mount als Pike tat, der fehl am Platze wirkte, umso glücklicher bin ich mit ihm zum Ende der Staffel, an dem er ’seinen‘ Pike anscheinend gefunden hat und in der Rolle aufgeht. Beim Rest der Crew bin ich da – mit Ausnahme von Tig Notaro als Jett Reno – eher unglücklich mit der Charakterentwicklung.

Insgesamt war die Staffel sehr konfus, mit dem „neuen“ Spock tat ich mich schwer, und allein der Sense of Wonder und die zwei, drei wirklich atemberaubenden Folgen können mich zu einer weiteren Staffel führen. Die allerdings verspricht nach dem gelungenen Ende dieser Season wirklich etwas ganz Neues zu werden, und das macht neugierig.

In der Welt zu Hause: Bolivien – die Erdhäuser der Chipaya

In der Welt zu Hause ist/war eine Dokureihe bei arte mit insgesamt 5 Teilen, die alle höchst unterschiedliche Lebensansätze zeigen, darunter auch eine alternative Community namens Auroville in Indien, und die urban gardening-Kultur Kubas. Wirklich beeindruckt hat mich aber die Episode aus Bolivien. Die Chipaya leben in einer Art Kommune in den Weiten des Altiplano, und zwar abwechselnd in ihren Dörfern, und wenn Regenzeit herrscht, in Erdhäusern in den Flutebenen, für die sie eigene Methoden entwickelt haben, auch versalzene Böden wieder urbar zu machen. Wie von einem fremden Planeten, und gleichzeitig ebenso archaisch wie visionär – total spannend.

Mr. Mercedes – Season 2

Die erste Staffel von Mr. Mercedes, angelehnt an das gleichnamige Buch von Stephen King, mochten wir sehr gerne – es war mehr Dexter als Horror, gruselig und gewalttätig, mit interessanten Figuren und durchaus Witz. Die zweite Season war leider im Vergleich sehr mühsam zu schauen, und das liegt nicht (allein) daran, dass die Drehbuchautoren effektiv einen Band übersprungen haben und gleich den dritten Teil der Trilogie umgesetzt haben.

Der am Ende von Staffel 1 im Koma liegende irre Killer, der ein massives Hirntrauma erlitten hat, erhält in Staffel 2 eine klinisch nicht getestete Superdroge, die seine Gehirnzellen wieder wachsen lässt. Während Bill Hodges zusammen mit seiner autistisch wirkenden Sidekick darum ringt, seinen Job als Privatdetektiv und seine persönlichen Moralvorstellungen miteinander zu vereinbaren, erwacht Brady Hartsfield nach und nach, und findet einen Weg, seine Umwelt mental zu beeinflussen…

Das Ganze ist unglaubwürdig, und häuft Klischee auf Klischee auf Klischee. Wir haben es „der guten Ordnung halber“ zu Ende geschaut, aber überzeugend war es nicht. Schade drum.

The Orville (Season 2)

The Orville ist im Grunde das, was dabei herauskäme, wenn man TNG und Galaxy Quest ein Kind haben liesse – und Season 2 hat das sowohl im Negativen wie im Positiven gezeigt. Immer wieder ertappe ich mich bei der Reaktion: „Wie TNG“, aber auch hilflosem Lachen, und leisem Genervtsein ob der ausgewalzten Klischees. Unter dem Strich ist allerdings The Orville einfach verdammt gut gemachte SciFi, mit sehr viel Roddenberry-Einschlag – eine Hommage an TNG, und immer noch brilliant. Hätte ich von Seth MacFarlane so nicht erwartet – Respekt, und ich hoffe auf eine weitere Staffel.

The Predator

Extrem verzichtbarer Film aus dem Alien/Predator Universum, ein sinnentleertes Gemetzel ohne vernünftige Handlung. Bemerkenswert ist eigentlich nur, dass Thomas Jane und Alfie Allen darin auftauchen.

Veröffentlicht in Film + Fernsehen

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