LifeDesign Notizbuch „Trentino“

Bei Amazon entdeckte ich vergangenes Jahr dieses Büchlein, die Beschreibung dazu lautete:

LifeDesign Notizbuch Notizheft Spiralbuch „Trentino“ DIN A5 120 Seiten creme liniert Softcover

Als ich das Büchlein auspackte, war ich erst mal irritiert, weil der Einband aus Kunststoff und glatt war, und ich – wohl bedingt durch den an ein Stickkissen erinnernden Look, und die Beschreibung „Softcover“- haptisch etwas anderes erwartet hatte. Tatsächlich gibt es die LifeDesign-Büchlein, wie ich später feststellte, in verschiedenen Dessins, die meisten davon in einem Stoffmuster-Blümchen-Look, aber auch etwas schlichtre Varianten, wie z.B. das Modell Pablo.

Mittlerweile habe ich das Notizbuch seit runden sechs Wochen täglich benutzt, Zeit für eine Bewertung.

Der Einband / die Bindung

Die Spiralbindung ist nicht so elegant wie eine richtige Buchbindung, dafür aber sehr praktisch. Das Buch liegt beim Schreiben dadurch stets glatt auf, egal ob ganz aufgeschlagen oder übergefaltet, ohne dass etwas verbiegt oder verknickt. Der abwischbare Einband, der mir zunächst etwas dünn vorkam, schlägt sich gut, erweist sich als unerwartet stabil, und schützt das Notizbuch auch beim Transport gut, wenn das auch bei mir eher nicht vorkommt, da ich es primär am heimischen Schreibtisch nutze.

Das Handling des Spiraleinbandes ist problemlos, es verhakt nichts, und das recht stabile Papier reisst auch nicht aus.

Der Kunststoffeinband fühlt sich sehr „glatt“ an. Einziges echtes Manko: das Titelfeld lässt sich nur mit einem Permanent Marker / Folienschreiber oder per Aufkleber vernünftig beschriften.

Das Papier

Das Papier ist relativ dick, und hat einen zarten Cremeton, der etwas ins Gelbliche geht, die Oberfläche fühlt sich ein wenig rauer an. Ingesamt hat das Notizbuch 60 Blatt / 120 Seiten.

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Beschrieben habe ich die Seiten mit:

  • Pilot G2 – sauber, wenn auch hier und da etwas hakelig mit Aussetzern; kein Feathering und Ghosting
  • Platinum Preppy 0.3 – extrafeiner Füllhalter – kein Feathering, kein Kratzen. Minimales Ghosting (Durchscheinen auf der nächsten Seite).
  • Pelikan Inky – optisch sehr ansprechend, aber das Papier nimmt die Tinte stark auf, das Geschriebene scheint auf der Folgeseite stärker durch. Die blaue Tinte verliert nach ein paar Tagen gegenüber anderen Papierarten die Intensität / wird heller.
  • Sharpies Stylo – präzise, gut, kein Feathering und Ghosting
  • Pilot Metropolitan Retro Pop M (Füllhalter, mit Pilot-Tinte) – glatt, flüssig, fein, minimales Durchscheinen, das man gut verschmerzen kann.

Die Farben kommen, vom Inky abgesehen, gut zum Tragen. Da ich nicht mit Feder oder flex nibs schreibe, drückt sich auch so gut wie nichts durch. Der Schreibfluss ist durchweg angenehm, wenn auch nicht mit glatterem High-End-Papier vergleichbar. Der Cremeton ist unaufdringlich, allerdings wäre mir weißes Papier lieber.

Für den Einsatz als reguläres Notizbuch empfinde ich die Lineatur als zu groß, da würde ich schmalere Abstände (oder ein dezentes Karo) vorziehen. Für den Zweck, für den ich das Buch benutze, nämlich meine Schreibaufgaben für #rockyourhandwriting, geht die Lineatur in Ordnung.

Gesamteindruck

Das Notizbuch von LifeDesign ist ein hübsches Büchlein, das mir als eine Art „Poesiealbum“ oder vielleicht auch Tagebuch / Journal gut gefällt. Mit etwas besserem Papier (und vielleicht ein paar Seiten mehr) fände ich es super. Kein Must-Have, aber auch kein Fehlgriff.

1 Kommentar

  1. […] habe derweil im Leuchtturm 1917, im Moleskine 365, im LifeDesign-Notizbuch und auf einem billigen NoName-Collegeblock damit geschrieben. In der […]

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