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Kaffee & Corona #0001

Wir schreiben den 1. November.

Eigentlich ™ sollte ich jetzt in einem Hotelbett in der Nähe des Flughafens von Los Angeles liegen und dem Morgen entgegenschlummern, an dem ich mir dann ein Frühstück im nahen Denny’s geholt und anschließend den Mietwagen beim Car Rental um die Ecke abgeholt hätte. (Und das alles zu Fuß! In Los Angeles!)

Stattdessen sitzen ich am heimischen Rechner, mit einer Tasse Kaffee, und die Welt ist (wie im April prognostiziert) in der engen Umklammerung der Corona-Pandemie. Außer Kochen, Essen, Spazierengehen, ein bisschen Renovieren, und etwas Serienschauen wird in den drei Wochen Urlaub wenig passieren – der ideale Moment also, um endlich mal wieder mehr in den Blogs zu schreiben.

Mit Kaffee & Corona hoffe ich, in das Schreiben wieder hineinzufinden, und mir gleichzeitig etwas den Frust von der Seele zu tippen.

Womit ich dann gleich mein erstes Thema für heute habe:

Hardware (-Frust)

Mein Arbeitsrechner, der jetzt recht genau 9 Jahre auf dem Buckel hat, zickt seit Wochen aus unerfindlichen Gründen, und vorgestern ist dann der zweite Arbeitsplatz hier im Haus komplett abgeraucht. Nach einigem Hin und Her haben wir beschlossen, aus den beiden alten Rechnern einen neuen, hoffentlich einigermaßen fehlerfreien zusammenzubauen (die Grafikkarte meines Rechners in den von T., der dafür die anscheinend intakte Elektrik hat). Und mir habe ich einen „neuen Gebrauchten“ bestellt. Das war im Budget eigentlich nicht vorgesehen, aber dafür haben wir ja auch zwei Langstrecken-Tickets eingespart (und die Kosten eines dreiwöchigen Roadtrips).

Es gab durchaus noch andere Optionen – die auch kostengünstiger gewesen wären – aber am Ende wollten wir uns vor allem nicht mit viel Gebastel und Umstellungsschwierigkeiten herumschlagen. In den nächsten Tagen wird es von der Umbauaktion hier dann sicher noch zu lesen geben.

Kaffee

In der Tasse habe ich momentan einen Burundi-Kaffee von Speicherstadt-Kaffee hier in Hamburg, mit dem ich aber, egal mit welcher Zubereitung, irgendwie nicht warm werde.

Corona

Weltweit explodieren die Zahlen, alle ziemlich innerhalb der im Frühjahr vorausgesagten Werte (den unkontrollierten Irrsinn der USA rechne ich mal nicht). Ich weiß nicht, wieso alle glaubten, das werde nicht so kommen. Noch weniger erschließt sich mir, warum die Politik, auch hier in Hamburg, immer noch das Ammenmärchen von den ungefährlichen Schulen verbreitet – wider besseres Wissen, wider alle Ergebnisse aus aller Welt. Und bei allem Lockdown bleiben Schulen und Kitas auf. Das wird sich rächen, und keiner wird es gewusst haben wollen.

US-Wahlen

Trump ist jetzt dabei angekommen, auch hinsichtlich des Wahlergebnisses den „quiet part loud“ zu sagen.

Ich fürchte, das wird ab Mittwoch noch sehr häßlich da drüben, zumal die Qrazy People vor Gewalt ganz offen(sichtlich) nicht zurückschrecken.

In der Welt

Sean Connery ist tot, nach Verlautbarungen seiner Familie ist er „in seinem Haus auf den Bahamas im Schlaf gestorben.“ Das klingt nach einem mehr als akzeptablen Ende im Alter von 90.
Ich mochte die Filme mit ihm meistens, und natürlich hat er einen Stil geprägt als Bond, James Bond. Einen Charakter, der wie kaum ein anderer zu einer der ersten großen globalen Marken wurde.
Die Heldenverehrung für ihn verstehe ich eher nicht. Er war kein großartiger Schauspieler – ein solider Darsteller, ja. Connery hat aber selten etwas anderes als den cis-männlichen Good Guy mit Sex Appeal gespielt (mit Ausnahme seines Auftritts in Avengers), und seine Haltung zu körperlicher Gewalt gegen Frauen hat sich auch notably nie geändert.

Renovierungsfortschritt

Gestern haben wir die Schlafzimmerlampe abgehängt, die Position für die neue Lampe ausgemessen, und das Kabel in der Decke an den neuen Ort verlegt. Das klingt nach erheblich weniger Aufwand als es war. Mit einigem Gefrickel ist es T. am Ende doch noch gelungen, den GAU (wir müssen einen Kabelkanal bohren und dann die Decke neu tapezieren) zu verhindern.

Für heute steht auf dem Plan:

  • den Ordner mit den wichtigsten Dokumenten (Testament, Vorsorgevollmacht etc.) sichten – done
  • ein paar offene Punkte hinsichtlich Bankkrempel klären – done
  • das monatliche Backup machen – done
  • unter die Schlafzimmertapete schauen
  • die Wände im Schlafzimmer komplett reinigen
  • eine Baumarkt-Beschaffungsliste erstellen
  • kleine Apfel-Käsekuchen backen
  • ein bisschen Elder Scrolls: Skyrim spielen.

Veröffentlicht in Querbeet

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