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Filmnachlese 2019-02

Last updated on 2022-11-13

Argo

Der Film von und mit Ben Affleck erhielt im Jahr 2013 (u.a.) den Oscar als bester Film, ging aber komplett an mir vorbei.

Die Handlung – ich bemühe mal die Wikipedia:

Die Handlung des Films thematisiert den Canadian Caper, eine Randepisode der Geiselnahme von Teheran 1979: die Befreiung von sechs US-amerikanischen Botschaftsangehörigen, die bei der Botschaftserstürmung entkommen konnten und unter Zuhilfenahme einer Mimikry – eines Films, der angeblich im Iran gedreht werden sollte – rund zwei Monate nach der Botschaftserstürmung aus dem Land herausgeschleust wurden. Das Drehbuch basiert auf dem 2007 im Wired Magazine erschienenen Artikel Escape from Tehran. How the CIA Used a Fake Sci-Fi Flick to Rescue Americans From Tehran des Journalisten Joshuah Bearman.

Zu Beginn ist das Ganze sehr interessant und spannend gemacht, und vor allem die sehr zeitgetreue visuelle Ausstattung des Filmes bereitet Freude. Insgesamt ist das Ding aber sehr zäh und langatmig, und irgendwann doch echt einseitig amerikanisch gehalten. Wirklich sehenswert fand ich Argo nicht.

Bohemian Rhapsody

Und nochmal Oscars.

Rami Mallek hat völlig zu Recht einen Oscar als bester Hauptdarsteller erhalten. Und die Besetzung der „Band“ und von Bob Geldof ist, was visuelle Ähnlichkeit mit den Originalen angeht, fabelhaft gelungen. Ansonsten ist dieses Pseudo-Biopic aber völlig überflüssig. Lieber einfach nochmal Queen in Wembley anschauen.

Incredibles 2

Nicht alle Sequels sind gut, das hier ist einer der besten Beweise dafür. Positiv: Mrs. Incredible ist mal die Heldin, und Söhnchen Jack-Jack entpuppt sich als ein Superduperbabyhero. Negativ: Der Film kommt aus den Geschlechterklischees einfach nicht raus; warum Bob Parr sich wie ein 70er-Jahre-Klischee-Mann unfähig zeigt, mit seinen Kindern umzugehen und wieso das komisch sein soll, oder gar eine Weltsicht, die wir heute Kindern zeigen sollten, sei mal dahin gestellt. Das Hauptproblem des Films ist aber, dass er – von gelegentlichen witzigen Einlagen von Jack-Jack abgesehen – ein völlig vorhersehbarer „Action“-Film aus dem Actionfilmbaukasten ist. Wirklich Spaß hatte ich nur an Samuel L. Jackson als Mr. Frozone. – Muss man nicht haben.

Moon

Scifi-Streifen aus dem Jahr 2009. Wird gern als unterschätztes Highlight gehandelt. Tatsächlich ist die Geschichte sehr klassische SciFi, wie man sie in Kurzgeschichten aus der guten alten Hochzeit der ScienceFiction öfter vorfinden konnte.

Sam Bell (Sam Rockwell) lebt für drei Jahre auf einer Mondbasis, um dort den Abbau der wichtigsten Energieressource der Menschheit, Helium-3, zu überwachen. Wegen technischer Probleme ist seine Kommunikation mit der Erde jedoch stark gestört. Zum Ende seiner dreijährigen Einsatzzeit ist er körperlich und seelisch ein Wrack, und will eigentlich nur noch nach Hause. Doch zuerst muss er sich um ein Problem draussen kümmern, und mit Raumanzug und Mond-Rover nach dem Rechten sehen. Und es kommt zu einem folgenschweren Unfall. Als er wieder erwacht, schaut er in sein eigenes Gesicht – die Stationsintelligenz GERTY hat einen Klon von Sam herbeigerufen, der ihn gefunden und gerettet hat. Doch damit fangen die Probleme erst richtig an…

Ich fand den Film nicht schlecht, und durchaus atmosphärisch, die Story war aber relativ schnell durchschaut, und nur durch die persönliche Tragödie von Sam irgendwie berührend. Die Mondstation und das Drumherum haben Anklänge an 2001 und gefielen optisch, dafür ergeben sich für mich am Ende mehr (nicht direkt mit dem Plot zusammenhängende) Fragen, die die Prämisse des Films unrealistisch erscheinen lassen. Wirklich aufregend war aber auch dieser Film nicht.

Veröffentlicht in Film + Fernsehen

2 Kommentare

  1. Argo habe ich auch verdrängt. Danke für die Erinnerung.

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