Das war der Juni

Wetter

Sonne, Sonne, Sonne. Hochsommerliches Wetter, Hitze. Zwischendrin zwei drei Tage Regen, etwas Abkühlung, danach fast nahtlos weiter im Sommerprogramm.

Gesehen

Hauptsächlich MasterChef in verschiedenen Varianten und Youtube-Zeugs.

Gesundheit

Hier könnte ich im Grunde auch den Text des letzten Monats pasten. Die Hormone spinnen eine Runde rum, die Ernährung habe ich immer noch nicht im Griff (ABER! IM JULI!). Mood: Shoot Me.

Terrassengarten

Auch hier wenig Änderung zum Mai. Alles wuchert. Die Erdbeerernte fiel ganz gut aus, war aber (auch dank Trockenheit) in Menge und Größe etwas weniger als letztes Jahr, z.T. auch ältere Erdbeerpflanzen. Der Estragon wuchert, und das, obwohl ich ihn gefühlt erst gestern für Estragonessig massiv beschnitten habe. Der Oregano blüht, einen Stiel vom Thaibasilikum lasse ich auch blühen. Der blaue Rittersporn entpuppte sich als violett und blühte sehr lang; der weiße treibt zum Ende des Juni hin endlich Blütenknospen, während ich den blauvioletten schon zurück geschnitten habe. Die Orangentagetes beginnen zu blühen, die ersten Tomaten bekommen Farbe.

Highlights

Obwohl wir relativ viel unterwegs waren, fehlte es an echten Highlights..

Was sonst noch war

  • Anthony Bourdain.
  • Das mit Bourdain hat mich erstaunlich heftig getroffen. Vielleicht, weil ich ihn so schätzte, ihn gern kennen gelernt hätte; vielleicht, weil er eine echte, authentische Stimme war, ein begnadeter Storyteller; vor allem aber wohl, weil er und ich uns bei allen Unterschieden in vielen Dingen auch verdammt ähnlich waren. Und ich gerade selbst gefühlt in einem tiefen, nahezu bodenlosen Loch hänge und mich sehr bewusst anstrengen muss, mich an irgendwas zu erfreuen, für irgendwas noch Begeisterung aufzubringen, oder auch nur die Energie zum Aufstehen.
  • Wir haben unsere Mütter mal wieder besucht. Wie meistens ist die Diskrepanz zwischen meiner Mutter (lebensbejahend, aktiv, geistig fit) und meiner Schwiegermutter (im Dauermeckermodus, everyone is out to get her, Interesse für nix ausser „die Scheiss-Nachbarn“) frappierend. Sehr schönen und etwas feucht-fröhlichen Abend im Garten meiner Mutter bei Grillen und Wein verbracht. Den Abend bei SchwieMu hat halbwegs die überraschend auftauchende Schwieger-Enkelin nebst Urenkelkind gerettet. Aber auch da prallen Welten (ihre und unsere) aufeinander.
  • Dem Schwager (mit frisch operiertem Krebs und Chemo) geht es, auf Deutsch gesagt, sche***e. Hoffe inständig, er steht das durch.
  • Zwei Nächte im Indigo-Hotel Düsseldorf verbracht. Sehr viel bei hochsommerlichem Wetter in Düsseldorf rumgelaufen – am Rhein entlang, durch viele Parks, die Innenstadt, den Japanischen Garten usw. Schön war, dass wir ein Zimmer-Upgrade mit Ausblick auf den grünen Innenhof und Balkon/Terrasse hatten, wo es sich abends mit einer Flasche Wein sehr gut aushalten liess.
  • Kurz nach Berlin gefahren, um einer Freundin den versprochenen Fernseher aus unserem Keller zu bringen. Danach eine Runde um den Wannsee gekurvt, bis nach Potsdam und Beelitz. Auf dem Rückweg Sturzregen bei Potsdam; Stau auf der A24.
  • Überhaupt haben wir gefühlt im Juni mehr im Stau gestanden bzw. Staus umfahren als die letzten 5 Jahre zusammen. Beim Rückweg aus Düsseldorf (mit Abstecher nach NL) auf der A1 deluxe, dann aus Berlin auf der A24, und eine Woche später den Stau weiträumig umgurkt. Insgesamt hat das arg genervt. Und immer wieder waren umgestürzte LKW die Ursache. Mir war selten so bewusst, wie irre unser Verkehr eigentlich ist.
  • Dafür dann sonntags auf fast leeren Straßen an die Ostsee gerollt, einen entspannten Spaziergang an der Steilküste bei Bliesdorf gemacht, über die vielen dort brütenden Uferschwalben gefreut. Frische Seeluft in die Lungen und Meeresrauschen ins Hirn gepumpt. Immer wieder schön.
  • Spontan beim Dachzeltnomadenfestival gewesen und ein bisschen inspirieren lassen. Den erhofften Effekt (Abschreckung) allerdings nicht erreicht. 😉
  • Den Relaunch von Von Hamburg bis Hawaii gebastelt und weitestgehend umgesetzt.
  • Viele ausführliche, lange, tief gehende, manchmal auch schmerzhafte Gespräche mit dem Liebsten geführt (im Auto, auf der Terrasse im Hotel, beim Spazierengehen. Laufen, im Coffeeshop, am Strand, usw… ). Wir sehen viele Dinge nun klarer, wenn uns für den größeren Teil der Probleme auch trotzdem noch Lösungen fehlen. Hat gut getan.

Ausblick

Im Juli habe ich mir vorgenommen, Artikel-Altlasten für zwei Blogs aufzuarbeiten, die Ernährung in den Griff zu bekommen, und mich – so es nicht brüllheiss ist – wieder mehr zu bewegen.

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