Fineliner: Sharpies

Wenn im amerikanischen Sprachgebrauch von Sharpies die Rede ist, sind normalerweise wasserfeste Marker gemeint (analog zur Verwendung des Markennamens „Edding“ in Deutschland für wasserfeste Stifte). Aber natürlich stellt Sharpies nicht nur Wasserfestes her, sondern auch bunte Filzstifte, und weit verbreitete Fineliner (Faserschreiber mit dünner Spitze), von denen ich mir aus dem USA-Urlaub einen günstigen 4er-Pack mitgebracht habe. (Klick auf die Bilder öffnet eine Großansicht bei Flickr)

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Ich habe derweil im Leuchtturm 1917, im Moleskine 365, im LifeDesign-Notizbuch und auf einem billigen NoName-Collegeblock damit geschrieben. In der Kurzfassung:

Pro

  • Die Sharpies Fineliner liegen gut in der Hand, und schreiben sich ausreichend flüssig auch in Schreibschrift.
  • Die Schreibstärke ist fein genug für Normschrift- und technische Schablonen.
  • Die Farbe / Tinte trocknet in Nullzeit, es verwischt beim Schreiben nichts, auch auf dem dünnen Papier von Moleskine gibt es weder Feathering noch Ghosting (so man nicht gerade superfest aufdrückt). „No bleed“ ist dann auch etwas, womit auf der Packung deutlich geworben wird – zu Recht.
  • Für einen so preisgünstigen Stift ist die Schreibleistung / Haltbarkeit recht hoch.

Kontra

  • Das Schwarz ist – insbesondere im Vergleich mit (teureren) Pigmentlinern oder auch der schwarzen Tinte aus dem Inky nicht wirklich schwarz, sondern eher so anthrazit. Das merkt man ganz besonders naheliegenderweise auf reinweißem Papier.
  • Es gibt keine präzise Angabe zur Strichstärke – für viele Käufer von Finelinern und technischen Stiften ist das ein No-Go.

Fazit

Wem das Thema Verwischen wichtig ist (z.B. auch Linkshänder oder hastige Schreiber, die schnell ihr Notizbuch zuklappen), der liegt mit einem günstigen Mehrfachpack der Sharpies nicht falsch. Die Verfügbarkeit in Europa ist aber ohnehin eher unregelmäßig. Im US-Supermarkt kann man da durchaus mal zugreifen, wenn man Bedarf an sowas hat. Wer Wert auf ein tiefes Schwarz und/oder Dokumentenechte legt, bzw. präzise Anforderungen an die Strichstärke hat, sollte dagegen eher zu einem klassischen Pigmentliner wie dem Staedtler Triplus greifen.

1 Kommentar

  1. […] oder breiten Füllfederhaltern, ist das Papier nicht ideal geeignet. Ich habe darauf mit Pilot G2, Sharpies, Pelikan Inky, Platinum Preppy 0.3 und mit dem Pilot Metropolitan in M geschrieben. Bis auf die […]

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