Filmnachlese 2017-10

Im Oktober (bei Serien teilweise: zu Ende) gesehen:

Tin Star

Ein abgehalfterter britischer Cop (Tim Roth) nimmt einen Job als Polizei-Chief in einem Nest in der kanadischen Pampa an. Er ringt mit dem Alkohol, dem Tod seines Sohnes, einer zerbröselnden Ehe und einer nervigen Teenager-Tochter. Als großer Gegenspieler ist eine Ölfirma aufgestellt, die Geld und Arbeit in die Region bringt. Klingt auf den ersten Blick  nach Longmire, ist aber dann doch sehr viel düsterer, komplizierter und seltsamer. Am Ende der 1. Staffel bin ich verwirrt und habe keinen Durchblick, warum die Haupthandlungsträger sich so beknackt benehmen, wie sie es tun. Extrem mit (nahtlos zur Jetztzeit wechselnden) Rückblenden und Mystery überfrachtet. Unter dem Strich ein großes WTF.

Mr. Mercedes

Ganz fabelhaft gelungene, stimmungsvolle Stephen-King-Serien-Verfilmung mit Brendan Gleeson als Bill Hodges, und Harry Treadaway als irrem Gegenspieler, der selbst Dexter Morgan wie einen vollkommen geistig gesunden Chorknaben wirken lässt.

Bosch (Season 3)

Season 2 war sehr gelungen, bei Season 3 bin ich dagegen etwas enttäuscht. Die Handlung ist nicht zwingend, die Storyline plätschert am Zuschauer und den Hauptfiguren irgendwie vorbei; in der Mitte der Staffel habe ich das Gefühl, die Episoden bestehen hauptsächlich aus „Leute treffen irgendwo irgendwelche anderen Leute und reden über irrelevantes Zeug“. Es hat mich nicht wirklich gereizt weiter zu schauen, was viel über den Spannungsbogen sagt. Das Ende ist schließlich für mich irgendwie unbefriedigend.

The Dark Tower

Und nochmal Stephen King, dieses Mal als Film. Warum man ein Monumentalwerk wie The Dark Tower nicht Game-of-Thrones-artig als Megaserie produziert, verstehe ich nicht. Aber vielleicht kommt das ja dann doch noch. Der Film ist jedenfalls langweilig, hohl und verzichtbar, das können auch Idris Elba und Matthew McConaughey nicht retten.

One Mississippi (Season 2)

Ich liebte die erste Staffel sehr, und auch Season 2 dieser Amazon-Produktion von und mit Tig Notaro ist wieder wunderbar staubtrocken und satirisch, wenn auch die Handlung nicht ganz so stringent ist. Erneut begeistert mich John Rothman als der verquere Stiefvater Bill. Leider wieder nur 6 Folgen, die man quasi in Minutenschnelle weginhaliert.

1 Kommentar

  1. […] (hauptsächlich 3sat und NDR), wenig Film, ein bisschen Snooker – das meiste ist wie immer in der Filmnachlese zu […]

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