Filmnachlese 2017-05

Hand of God (Season 2)

Season 1 dieser Amazon Originals Serie mit Ron Perlman und Dana Delany liegt schon eine ganze Weile zurück, und nach dem Ende dieser sehr abgedrehten Staffel war es fragwürdig, ob es eine weitere Season geben würde. Es gab, und sie stand der ersten in nichts nach. Schräg, durchgeknallt, kriminell, religiös verspannt, und ein solider Krimi/Thriller mit einem gänsehauterzeugenden Cast, aber – wie Season 1 – nichts für Zartbesaitete. Wenn man den Stil mag, verdammt gute Unterhaltung.

400 Days

Eine Handvoll Testobjekte wird für 400 Tage in einen einem Raumschiff (?) nachgebildeten Bunker unter der Erde eingegraben, um dort möglichst realistisch zu erproben, wie das hilflose Eingesperrtsein auf so engem Raum die Psyche und die Dynamik zwischen den Protagonisten verändert. Hätte ein sehr spannendes Thema werden können. Leider häufen sich schon zu Beginn die Inkonsistenzen und Ungereimtheiten – wie etwa, dass es ziemlich sinnfrei ist, in einem sich nicht bewegenden Bunker einen „Raketenstart“ zu simulieren (wenn auch mit etwas Verneigung vor 2001), oder Astronauten, die bei der Vorstellung, „recycled pee“ zu trinken, Übelkeitsattacken erleiden (schon mal von Umkehrosmose gehört?).

Das könnte man noch ganz gut ertragen, wenn die Story zwingend wäre – stattdessen plätschert die Handlung bis kurz vor Ende der 400 Tage (ungefähr auf der Hälfte des Films) relativ vorhersehbar vor sich hin, und danach wird sie nicht besser, nur nerviger. Die Charaktere sind etwa so fesselnd wie eine Rolle Klopapier. Dass Brandon Routh im Prinzip aussieht, schauspielert und klingt wie in seiner Rolle als „Shaw“ in Chuck. nur nicht ganz so supercool, hilft dem Film auch nicht gerade auf die Füße.

Aus der Prämisse – der ersten wie der nach dem Plot Twist – hätte man wahnsinnig viel machen können, stattdessen hat der Film am Ende maximal die Wertung „langweiliger B-Movie“ verdient.

We Still Steal The Old Way

The Archer Gang are back and doing a daring heist in London. Remanded in prison, they will try to break out their old friend Briggs.

Was nach einer witzigen, lässigen Heist-Story klang, und zu Beginn musikalisch gut unterlegt auch danach aussah, entpuppte sich leider als Langweiler erster Güte. Viel uninspiriertes Gelaber auf offenbar in einer Turnhalle gefilmten „Gefängnishöfen“ macht noch keinen guten Plot. Man möchte den Regisseur zu zwei Staffeln OINTB verdonnern, und dann seine Szenarien nochmal überdenken lassen. Fällt unter Lebenszeitvergeudung.

1 Kommentar

  1. […] jedes Jahr im Mai: MasterChef Australia. Ansonsten wenig, die Kurzrezensionen sind in der Filmnachlese zu […]

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